Kiefernzupf-Aktion an der Wirler Spitze

Der Ziegenmelker, erklärte er den Schülern, braucht die Landschaft ebenso wie der Ölkäfer oder die Kleine Rostbinde (ein Falter), der Ameisenlöwe oder auch die Schlingnatter und die Kreuzotter.

Das Entfernen der Kiefern wurde auch von Corinna Klukas begrüßt. Sie arbeitet für die Stiftung Umwelt-, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt. Sie spricht von einer Naturschutzfläche, die aber offen gehalten wird. Wobei sich noch einige wenige Gehölze sehr wohl in der Heide wohlfühlen dürfen.

Der Grenzverlauf soll auch in Zukunft zu sehen sein – als Band, begleitet von einem ehemaligen Kolonnenweg, der nicht verändert wird. Er wird so bleiben und als letztes durchgehendes Relikt der Grenzanlagen an die Geschichte erinnern. Die Jugendlichen erfuhren neben ihrer fleißigen Arbeit zudem auch etwas über den Grenzaufbau. 

Unterstützung bei Arbeiten am Grünen Band

An der ehemaligen Grenze rupften zuletzt die Schüler und Schülerinnen des Vicco-von-Bülow-Gymnasium (Brandenburg) Bäume aus dem Boden.  Doch was hat es mit dieser Aktion auf sich? 

Die Verantwortlichen im Bereich der Wirler Spitze bei Ziemendorf wollen eine durchgehende Heidelandschaft. Und Heide wächst, laut Umwelt- und Naturschützer Jürgen Starck, nicht dort, wo Wald ist.  

Daher waren die Jungen und Mädchen mit Eifer dabei , die Kiefern zu entfernen. Diese wurden an Ort und Stelle liegen gelassen, wo sie verwittern. So kann sich die Heide ausbreiten. Darüber freute sich Jürgen Stark, denn die seltenen Tiere, auf die er bei Wanderungen aufmerksam macht, brauchen die Landschaft. 

Und von Zäunen, Minen und Soldaten, die sich feindlich gegenüberstanden. Die 14- bis 15-Jährigen kennen die Teilung Deutschlands nur noch aus den Büchern. Aber es gibt sie, die Zeitzeugen, die darüber berichten können. 

Revierförster Lothar Büst freute sich, dass die Jugendlichen aus dem Jugendwaldheim eine derart wichtige Aufgabe verrichteten und gleichzeitig so der jungen deutschen Geschichte näher waren als im Klassenzimmer.

Noch weitere Kiefern werden verschwinden müssen. Jürgen Starck und Corinna Klukas freuten sich hierbei über die Unterstützung des Forstamtes Arendsee. 

Das Grüne Band dient auch touristischen Zwecken. Vielleicht kommen die Jugendlichen aus Falkensee mal mit ihren Eltern oder später mit ihren Kindern an diesen Ort zurück. Und dann können sie den Part der Erzählenden übernehmen.

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