Welche Aufgaben werden wichtiger – und wie können wir unsere Rolle als Motoren einer nachhaltigen Regionalentwicklung im Freistaat weiter stärken? Mit diesen Fragen haben sich die drei sächsischen Naturparke intensiv beschäftigt.
Beim jährlichen Treffen der Naturparke Erzgebirge/Vogtland, Dübener Heide und Zittauer Gebirge am 24. Oktober 2025 mit dem sächsischen Umweltministerium wurde ein gemeinsamer Schritt vereinbart: die Entwicklung einer landesweiten „Zukunftsstrategie Naturparke Sachsen 2035“.
Warum braucht es eine Zukunftsstrategie?
Naturparkregionen erfüllen vielfältige Aufgaben – vom Naturschutz über nachhaltigen Tourismus bis hin zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Stärkung regionaler Wertschöpfung. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen von Politik, Kommunen, Gästen und der Bevölkerung. Die neue Strategie soll helfen:
- die Arbeit der Naturparke klarer zu bündeln und zu priorisieren,
- Stärken und Leistungen sichtbarer zu machen,
- Herausforderungen gemeinsam anzugehen und
- eine verlässliche Grundlage für die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung zu schaffen.
Kurz gesagt: Es geht darum, die Naturparke für Sachsen zukunftsfest, professionell und wirkungsvoll aufzustellen.
Ein bewährter Weg – auch über Sachsen hinaus
Eine solche gemeinsame strategische Ausrichtung ist dabei kein Neuland: In anderen Bundesländern ist sie bereits etablierte Praxis. So arbeiten die Naturparke in Baden-Württemberg auf Grundlage der „Zukunftsstrategie Naturparke Baden-Württemberg 2030“, in Niedersachsen mit der „Zukunftsstrategie Naturparke Niedersachsen 2033“ und in Brandenburg soll dies auf Basis eines landesweiten Strategierahmens für die brandenburgischen Naturparke erfolgen. Sachsen schließt mit der geplanten Zukunftsstrategie an diese Erfahrungen an und stärkt damit die Entwicklung ländlicher Räume durch seine Naturparke.
Vier Funktionen – ein gemeinsames Ziel
Die Zukunftsstrategie erfüllt dabei mehrere Aufgaben zugleich: Sie dient als politisches Positionspapier gegenüber dem Freistaat, als fachliche Standortbestimmung, als Orientierung für die gemeinsame Arbeit bis 2035 und als verständliches, nach außen wirksames Dokument für Kommunen, Tourismusakteure, Verbände und die Öffentlichkeit.
Der Naturpark Dübener Heide übernimmt die Federführung
Ein besonderes Augenmerk gilt aus unserer Sicht der Rolle des Naturparks Dübener Heide: Der Verein Dübener Heide e.V. übernimmt als Naturparkträger die Federführung bei der Erarbeitung der Strategie. Grund dafür sind unsere langjährigen Erfahrungen in strategischen Entwicklungsprozessen, der interkommunalen Zusammenarbeit und der nachhaltigen Regionalentwicklung. Fachlich getragen wird die Strategie von allen drei sächsischen Naturparken – im Auftrag des Freistaates Sachsen.
Wie geht es weiter?
Bis Ende November 2026 soll eine belastbare Entwurfsfassung vorliegen. Diese bildet die Grundlage für die abschließende Abstimmung mit den beteiligten Staatsministerien – dem Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus, dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus sowie perspektivisch dem Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung.
Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden – denn die Zukunft der Naturparke ist auch die Zukunft unserer Regionen.
