Müllsammeln zum Müllaktionstag

Autoreifen, Matratzen, Kaffeebecher  – das sind nur einige Fundstücke, die beim ersten Müllaktionstag im Müllcontainer gelandet sind. In sechs verschiedenen Orten und Gemeinden wurde am 2. April Müll gesammelt. Dabei waren: Königswartha, Nebelschütz, Neukirch/ Lausitz, Panschwitz-Kuckau, Wittichenau und Rosenthal.

Mehr als 280 Personen haben sich an der Aktion beteiligt. Dabei sind circa vier Container Müll zusammen gekommen. Der Tag wurde von der Naturzentrale, der Naturschutzstation Neschwitz e.V., dem Naturschutzzentrum “Oberlausitzer Bergland” e.V. in Neukirch/ Lausitz und dem Abfallamt des Landkreises Bautzen initiiert.

 „Wir freuen uns, dass sich so viele Menschen an der Aktion beteiligt haben und bedanken uns bei den Helfern in den Städten und Gemeinden, so Cornelia Kobalz, Koordinatorin Naturzentale. 

Weitere Müllsammelaktionen haben bereits im März in Pulsnitz, Großröhrsdorf und Elstra stattgefunden. Nach dem Müllaktionstag sind in diesem Jahr weitere Aktionen unter anderem in Großdubrau, Demitz-Thumitz  und Räckelwitz geplant. Der Müllaktionstag soll im nächsten Jahr wiederholt werden. Wer gerne eine Müllsammelaktion in seinem Ort, mit seinem Verein oder der Schulklasse durchführen möchte, kann sich gerne an die Naturzentrale, die Naturschutzstation Neschwitz e.V. oder an das Naturschutzzentrum „Oberlausitzer Bergland e.V.“ in Neukirch/ Lausitz wenden.

Achtlos hingeworfener oder gar mutwillig abgeladener Müll im Wald stört den Naturgenuss, ist eine Gefahrenquelle für wild lebende Tiere und Ausgangsstoff für Verschmutzungen, die wir mit bloßem Auge gar nicht wahrnehmen können. Deshalb hat die Biosphärenreservatsverwaltung und die Gemeinde Lohsa anlässlich des „World Cleanup Day“ zur Müllsammelaktion „Saubere Biosphäre“ aufgerufen. Mehr als 30 Personen packten mit an und beseitigten gemeinsam  den Müll im Wald.

Was krabbelt in der Wiese, was fliegt über den Teich, wer versteckt sich in dem alten
Baumstumpf? Am 3. Juli fand der erste sachsenweite Tag der Jungen Naturwächter (JuNa-Tag)
statt. Der von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt initiierte Tag stand unter
dem Motto Artensammeln. Mehr als 50 Kinder und Jugendliche beteiligten sich in den letzten
zwei Wochen im Rahmen des Jungen-Naturwächter-Projekts an diesem Tag im Landkreis.
Bisher gibt es keine außerschulischen JuNa-Gruppen im Landkreis. Deshalb boten das
Naturschutzzentrum in Neukirch, die Naturschutzstation Neschwitz und Waldpädagogin
Karina Klotsche von der Medienscheune in Höckendorf Schnupperkurse an.

Die Aufgabe der JuNa-Gruppen war es, gemeinsam möglichst viele heimische Arten zu
erkunden und zu bestimmen. Ihre Ergebnisse haben die jungen Naturfreunde in Apps oder
Beobachtungsbögen festgehalten, um ihre Entdeckungen dann mit den anderen Jungen
Naturwächtern in Sachsen teilen und vergleichen zu können.

Das Programm „Junge Naturwächter Sachsen“ richtet sich an Kinder und Jugendliche ab
sieben Jahren, die gerne draußen sind und sich für die Natur, sowie ihre biologische Vielfalt
interessieren und engagieren wollen. Ziel ist es kompetenten Nachwuchs im ehrenamtlichen
Naturschutz zu fördern. Ab September wird es die ersten JuNa-Gruppen im Landkreis Bautzen
geben. Interessierte können sich an die Naturschutzstation Neschwitz, das
Naturschutzzentrum Oberlausitzer Bergland e.V. in Neukirch oder an Waldpädagogin Karina
Klotsche, Medienscheune in Höckendorf bei Königsbrück wenden. Weitere Informationen
zum Projekt gibt es unter: www.naturzentrale.net.

Mithilfe des Crowdfundings über die Plattformen „99 Funken“ und Regiocrowd ist es
gelungen mehr als 3.300 Euro zur Gestaltung des Gemeinschaftsgartens in Neukirch/ Lausitz
zu finanzieren. „Wir freuen uns sehr über die zahlreichen Geld- und Sachspenden“, so Katrin
Poike, Geschäftsführerin des Naturschutzzentrums. Mit dem Geld werden unter anderem
der Wasseranschluss, Gartengeräte und eine Trenntoilette für den Garten finanziert.
Still war es in den letzten Wochen auf dem Gartengelände nicht. Nachdem die Helferinnen
und Helfer des Naturschutzzentrums Blumen- und Gemüsebeete angelegt haben, ist jetzt ein
Ort zum Verweilen geplant. Im hinteren Teil des etwa 1.000 Quadratmeter großen Gartens
entsteht zurzeit eine Terrasse.

Ausgerüstet mit Müllgreifern, Arbeitshandschuhen und Müllsäcken durchstreiften am Samstag, den 21. September 2019, über 20 Helfer den Daubaner Wald bei Förstgen im UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Unter dem Motto „Saubere Biosphäre“ machten Sie sich an die Arbeit, um achtlos hingeworfenen oder gar mutwillig abgeladenen Müll in einem circa 10 ha großen Waldstück einzusammeln.
Neben allerhand Plastiktüten, Flaschen und Zellstofftaschentüchern wurde auch größerer Unrat, wie Autoreifen, Kindersitze und alte Töpfe eingesammelt. Die skurrilsten Fundstücke waren ein Nachtstuhl, vier ungeöffnete Sektflaschen und eine grüne Quietscheente. Insgesamt wurde in drei Stunden ein 3 m³ großer Entsorgungscontainer gefüllt.
Mit dabei waren auch Junior-Ranger aus dem Biosphärenreservat. Die junge Naturschützerin Maria-Martha findet es gut, dass der Müll jetzt nicht mehr im Wald liegt: „Müll ist schnell in den Wald geworfen und bleibt dann für lange Zeit eine Gefahr für die Tiere.“
Zur Aktion aufgerufen hatten die Biosphärenreservatsverwaltung, das DBU Naturerbe und die Gemeinde Mücka, die alle Flächeneigner in dem Waldstück sind und deren Mitarbeiter gemeinsam mit den Freiwilligen anpackten. „Wer meint, Abfall in der Natur sei in Deutschland eigentlich
kein Thema mehr, der irrt. Auch auf unseren Naturerbeflächen ist achtlos weggeworfener, illegaler Müll leider immer wieder ein großes Ärgernis“, betonte Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe.
Auch Jan Peper, Referatsleiter in der Biosphärenreservatsverwaltung freute sich über die gelungene Aktion: „Es war toll, dass wir mit Hilfe vieler motivierter Helfer in kurzer Zeit der Natur ein Stück weit helfen konnten. Eine Wanderung durch das Waldstück ist jetzt wieder eine saubere Angelegenheit.“

Susanne Bärisch
Biosphärenreservatsverwaltung Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Eiszeitlehrpfad – weite Reise

In der Nähe von Neschwitz schlummern mehr als 30 Findlingssteine. Diese wurde einst aus dem Kaolinwerk Caminau geborgen um sie für die Bevölkerung sichtbar zu machen. Doch nur wenige Besucher entdeckten diese Schätze abseits des Weges. Es ist geplant diese eiszeitlichen Mitbringsel in die Nähe des Schlossparkes zu verlegen. Die mit dem Eis vor mehr als 11 000 Jahren über 2000 Kilometer gewanderten Steine aus verschiedenen skandinavischen Regionen werden nun auf Rädern ein Stück weiterwandern.

Um ihrer Herkunft und spektakuläre Reise nachzuvollziehen sollen mit drei interaktiven Informationstafeln die Besucher, besonders  auch Kinder für die geologischen Schätze der Oberlausitz begeistert werden.

Was soll gemacht werden?

  • Säuberung der Steine
  • Verladen und Transport der Steine
  • Ausbessern der Beschriftung
  • Erstellen und Aufstellen von Informationstafeln
  • Ausschilderung

Das Projekt wird durch Naturschutzstation Neschwitz, durch die AG Geologie Oberlausitz und dem Verein Kultur- und Heimatfreunde Neschwitz organisiert. Wir benötigen für die Projektumsetzung noch finanzielle Unterstützung.

Crowdfunding-Aktion ist gestartet bitte unterstützt uns bei der Finanzierung des Projektes.